Amalgamsanierung = Amalgamentfernung aus den Zähnen unter Schutzmaßnahmen

 

Amalgamausleitung = Entfernung von Bestandteilen aus Amalgamfüllungen, die sich im Körper                                                             abgelagert haben mit Hilfe von entgiftenden Substanzen oder Medikamenten                                

Sichere Amalgamentfernung

Bevor Sie Amalgamfüllungen entfernen lassen , sollte dies gut durchgeplant werden.

Besonders das Legen einer neuen Füllung und das Herausbohren sind besonders belastend, da dabei sehr viel Quecksilberdampf frei werden und über die Nasenatmung direkt ins Gehirn gelangen kann. Da der Zugang zum Gehirn über die Blut-Hirnschranke für viele entgiftende Substanzen behindert ist, kann das Gehirn nur sehr schwer entgiftet werden.

Das sollte aber kein Grund sein, Amalgamfüllungen in den Zähnen zu belassen. Auch aus den alten Füllungen entweicht ständig Quecksilberdampf.

Wer zum Beispiel Asbest in der Wohnung als Brandschutz hat, belässt dieses ja auch nicht dort, weil die Entfernung so gefährlich ist, sondern beauftragt einen Fachmann zur Entfernung.

 

Folgende Maßnahmen können getroffen werden, um die Entfernung sicher zu machen:

  1. Niedertouriges Herausbohren (Reduktion der Hitzeentwicklung)
  2. Verwendung von Hartmetallfräsen statt diamantierten Bohrern ( Reduktion der Hitzeentwicklung)
  3. Wenn möglich Füllung teilen und heraushebeln 
  4. Verwendung von Kofferdamm (Vermeidung von Amalgamtätowierungen im Zahnfleisch)
  5. Gute Belüftung des Behandlungszimmers
  6. Maximale Absaugung , Verwendung eines "Clean-up-Aufsatzes"
  7. Versorgung des Patienten mit externem Sauerstoff
  8. Spülung des Mundes mit schwefelhaltigen Lösungen (Natriumthiosulfat)
  9. Einnahme von DMSA / DMPS oder Algen
  10. Provisorische Zementfüllungen vor Neuversorgung  

Zahnärztin, Zahnarzt und Helferin sollten sich ebenfalls schützen; zum Beispiel über einen goldbeschichteten  Mundschutz.

Nach der Entfernung , wie viele Jahre sie auch schon her sein mag, ist es notwendig eine Ausleitung durchzuführen. Es sollte geprüft werden, ob noch alte Amalgamfüllungen unter neuen Füllungen vorhanden sind.

Auch sollte daran gedacht werden, die neuen Materialien auf Verträglichkeit zu testen.

Die Verträglichkeit kann kinesiologisch getestet werden. Empfehlenswert ist aber in jedem Fall ein Allergietest mittels LTT = Lymphozytentransformationstest und BDT= Basophilengranulationstest.

Amalgamausleitung/Schwermetallausleitung